Ortsbürgermeisterin Anne Keller

Verkehr / Umgehung


Glessen liegt im Schnittpunkt zweier Landesstraßen:

der L 91, die aus Richtung Oberaußem über die Straßen "Zum Gut Neuhof" und "Brauweilerstraße" vom Kreisverkehr aus in Richtung Dansweiler/Königsdorf führt

der L 213, die aus Richtung Fliesteden über die Hohe Straße/Brauweilerstraße und vom Kreisverkehr aus in Richtung Bonnstraße führt.




Glessen selbst ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen:
Vor dem zweiten Weltkrieg lebten hier 1186 Menschen.
1960 waren es schon 1897
1980 stieg die Einwohnerzahl auf 3864
2012 wohnen fast 5400 Menschen in unserem Dorf.

Der Verkehr hat sich vervielfacht und damit auch die Probleme, die er bereitet.
Es wurde Zeit, sich um Lösungen zu bemühen.


Auf dieser Seite finden Sie viele Informationen. Hier die Themenübersicht:

VERKEHRSKONZEPT

BÜRGERWERKSTATT VERKEHR

UMGEHUNGSSTRASSE

KREISVERKEHR

STRASSE "IM TAL"

LÄRMAKTIONSPLANUNG



VERKEHRSKONZEPT

2003 – November
Die erste Zukunftskonferenz in Glessen findet statt. Es gründet sich das Stadtteilforum Glessen, das sich intensiv um die Entwicklung des Ortes kümmern will.

Mehr Informationen über das Stadtteilforum Glessen finden Sie auf der Homepage www.glessen-2020.de.


2004 - Juni
Das Stadtteilforum organisiert unter Federführung von Anne Keller eine groß angelegte Verkehrszählung. Es beteiligen sich ca. 50 Bürgerinnen und Bürger sowie eine Geographie-AG der Albert-Einstein-Realschule Oberaußem an der Aktion. Begleitet wird die Erfassung und Auswertung vom Landesbetrieb Straßen NRW. Zum ersten Mal wird die Straße „Im Tal“ offiziell mit erfasst.


2005 - Oktober
Die Stadtverwaltung Bergheim wird beauftragt, die städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten für Glessen gesamtkonzeptionell aufzuarbeiten und im Rahmen dieser Untersuchung auch auf die Verkehrsproblematik einzugehen.








2006 – Februar
Das Glessener Stadtteilforum erläutert in einer Präsentation eingehend die Verkehrsprobleme in Glessen vor dem Ausschuss für Planung und Umwelt. Zum Abschluss formuliert der Sprecher die Forderungen der Glessener zu der dargestellten Verkehrsproblematik. Neben dem Bau einer Umgehungsstraße werden viele Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Situation in verschiedenen Straßenzügen beschrieben. Der Ausschuss fasst den Beschluss:

1. in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem Rhein-Erft-Kreis Lösungsmöglichkeiten für eine Verkehrsentlastung der Ortsdurchfahrt Glessen über die L 91 und L 213 im Rahmen der vom Land empfohlenen Sonderuntersuchung im Zusammenhang mit der K 10n Ortsumgehung Brauweiler zu erarbeiten.

2. auf Grundlage der dargestellten Verkehrsproblematiken in den einzelnen Straßenzügen Entlastungsmaßnahmen im innerörtlichen Verkehr zu entwickeln und dem Ausschuss vorzulegen.


2006 - Mai
Der Ausschuss für Planung und Umwelt nimmt die dargestellten punktuellen Lösungsansätze der Verwaltung zur Entlastung des innerörtlichen Verkehrs zur Kenntnis und bittet darum, die Maßnahmen unter Einbindung des Stadtteilforums Glessen zu erarbeiten und das Ergebnis dem Fachausschuss vorzustellen. Die Anregungen und Ergebnisse aus der 2. Zukunftskonferenz sollen mit berücksichtigt werden.


2006 – Mai
Das Glessener Stadtteilforum lädt zur 2. Zukunftskonferenz ein. Unter dem Motto der Veranstaltung „Glessener Verkehrsprobleme aufzeigen und Lösungskonzepte diskutieren“ wird mit den Bürgern, der Politik und der Verwaltung in einen konstruktiven und lösungsorientierten Dialog eingetreten.



2006 - August
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Planung und Umwelt einen Maßnahmenkatalog mit punktuellen Lösungsansätzen zur Entlastung des innerörtlichen Verkehrs vor, der mit einigen Ergänzungen Zustimmung findet.




2006 – September
Das Stadtteilforum Glessen legt der Verwaltung „Denkanstöße zur Verbesserung der Verkehrssituation und zukunftsorientierte Überlegungen vor dem Hintergrund eines expandierenden Stadtteils im Schnittpunkt stark frequentierter Verkehrswege“ vor.

Mehr Informationen finden Sie unter www.glessen-2020.de


2006 - November
Die Verwaltung legt dem Ausschuss einen ersten Sachstandsbericht vor.


2008 – September bis November
Zwischen dem 11. September und dem 25. November 2008 wurde im Rahmen eines Bürgerwerkstattverfahrens mit insgesamt 5 Veranstaltungen die Verkehrssituation in Glessen, Brauweiler und Dansweiler diskutiert und eine Vielzahl von Lösungsansätzen erarbeitet. Diese bezogen sich sowohl auf innerörtliche als auch auf außerörtliche Maßnahmen (Umgehungsstraße).


2009 – Januar
Die Ergebnisse zur Verbesserung der lokalen Verkehrssituation aus der Bürgerwerkstatt im September 2008 in Glessen werden im Ausschuss für Planung und Umwelt vorgestellt und behandelt. Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung wird beauftragt, den für den Ortsteil Glessen erarbeiteten Maßnahmenkatalog für den innerörtlichen Verkehr in ein Umsetzungskonzept mit Prioritäten und Kostendarstellungen zu überführen.

Hier finden Sie die Unterlagen der Abschlusspräsentation Bürgerwerkstatt Verkehr


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BÜRGERWERKSTATT VERKEHR

2007 – August, 9.
Anne Keller und Helmut Paul laden den AK Verkehr Rhein-Erft-Kreis nach Glessen ein, stellen die Verkehrsprobleme dar, gehen auf die Ergebnisse der Verkehrs-Sonder-Untersuchung mit seinen 4 Umgehungsvarianten ein und machen Vorschläge für eine Beschlussfassung in den Ausschüssen des Rhein-Erft-Kreises. Bei dieser Gelegenheit einigen sich die Teilnehmer darauf, eine Bürgerwerkstatt mit den betroffenen Orten anzuregen.


2007 – August, 23.
In der gemeinsame Sitzung Bürgerausschuss - Ausschuss für Planung und Umwelt Zur Vorstellung der Sonderuntersuchung Glessen/Brauweiler/Dansweiler/Widdersdorf (Umgehung Glessen) wird die Verwaltung wird beauftragt,




• in Abstimmung mit der Stadt Pulheim, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Landesbetrieb Straßen zeitnah eine Bürgerwerkstatt mit den Orten des Sonderuntersuchungsgebietes zu initiieren und dafür notwendige anteilige Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.
Ziel dieser Bürgerwerkstatt soll auch sein, dass für die verkehrliche Entlastung sowohl der Ost-West-Achse als auch der Nord-Süd-Achse Glessens kurz-, mittel- und langfristig realisierbare Vorschläge erarbeitet, dem Ausschuss zur Beratung vorgelegt und umgesetzt werden.

• darauf hinzuwirken, dass ein Verfahren über die Ausnahmeregelung des § 5 LStrAusbauG (Ministerentscheid) für die nachträgliche Aufnahme der Ortsumgehung Glessen in den Landesstraßenbedarfsplan NWR oder aber per Regionalratsbeschluss so rechtzeitig eingeleitet wird, damit die Ortsumgehung zum nächsten Termin in Stufe 1 der IGVP aufgenommen werden kann.

• darauf hinzuwirken, dass die Umsetzung der K 10 n erst dann erfolgt, wenn gleichzeitig eine Entlastung des Durchgangsverkehrs in Glessen durch eine leistungsfähige Ortsumgehung realisiert wird.


2007 – November
Der Verkehrsausschuss des Rhein-Erft-Kreises beschließt die Initiierung eines Bürgerwerkstattverfahrens auf der Basis der Sonderuntersuchung Bergheim-Glessen/Pulheim-Brauweiler und stellt eine Kostenbeteiligung in Höhe von 10.000 € in Aussicht. Voraussetzung ist, dass der Landesbetrieb Straßen sich ebenfalls aktiv an der Bürgerwerkstatt (zumindest durch Entsendung kompetenter und entscheidungsbefugter Vertreter) beteiligt und die Bürgerwerkstatt wird von den beiden Kommunen initiert, organisiert und durchgeführt wird.


2008 – September bis November
Zwischen dem 11. September und dem 25. November 2008 wird im Rahmen eines Bürgerwerkstattverfahrens mit insgesamt 5 Veranstaltungen die Verkehrssituation in Glessen, Brauweiler und Dansweiler diskutiert und eine Vielzahl von Lösungsansätzen erarbeitet. Diese beziehen sich sowohl auf innerörtliche als auch auf außerörtliche Maßnahmen (Umgehungsstraße).


In der Bürgerwerkstatt werden einige in der Sonderuntersuchung angedachten Umgehungsstraßenvarianten verworfen (insbesondere die Südumgehung), aber auch einige neue Varianten erarbeitet. Von den Bürgern der Städte Bergheim und Pulheim wird es als erforderlich angesehen einen gemeinsamen Umgehungsstraßenzug vorzusehen, der nördlich um die Stadtteile Bergheim-Glessen und Pulheim-Brauweiler verläuft. Während des Werkstatttages in Dansweiler ist das Planungsbüro, das die bisherigen Verkehrsgutachten erstellt hat, vor Ort und hat die Wirkung verschiedener Varianten in einem ersten groben Rechengang ermittelt.

Zur Abschlussveranstaltung am 25. November 2008 werden neben der Bürgerschaft auch Vertreter des Rates der Städte Bergheim und Pulheim und des Kreistages eingeladen.

Hier finden Sie die Unterlagen der Abschlusspräsentation Bürgerwerkstatt Verkehr


2009 – Januar
Die Ergebnisse zur Verbesserung der lokalen Verkehrssituation in Glessen werden in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt vom Büro ISAPLAN Ingenieur GmbH vorgestellt. Die Verwaltung wird beauftragt, den für den Ortsteil Glessen erarbeiteten Maßnahmenkatalog für den innerörtlichen Verkehr in ein Umsetzungskonzept mit Prioritäten und Kostendarstellungen zu überführen.


Katalog mit 15 Maßnahmen zum innerörtlichen Verkehr:

Bau eines Kreisverkehrs an der L 91 / Winfriedstraße zur direkten Anbindung der nord-östlichen Wohngebiete und zur Geschwindigkeitsreduktion. Verkehrlich heute nicht sinnvoll, aber ggf. als Vorgriff auf die spätere Umgehungsstraße zu rechtfertigen.

Umgestaltung der Ortseingangssituation am Knoten L 91 / Im Selch. Bestehende Maßnahme ist umstritten, aber die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsdämpfung ist unbestritten. Alternative Lösungen werden geprüft.

Umbau Knoten Brauweiler Straße / Sommerhaus in kompakten Kreisverkehr, um den Ortsmittelpunkt sichtbar zu machen, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Fußgängerquerungen zu optimieren.

Parken auf der Brauweilerstraße zwischen Sommerhaus und Dansweiler Straße neu ordnen, da das Sichtfeld aus der Rochusstraße nicht ausreicht.

Gehweg auf der Westseite der Dansweiler Straße ist erforderlich, da diese mittelfristig Innerortsstraße wird.

Pkw-Vorbeifahrt an der Haltestelle an der Dansweiler Straße nach Kreisverkehr muss ermöglicht werden. Dafür muss ggf. Grunderwerb getätigt werden.

Bau eines Kreisverkehrs an der Dansweiler Straße / Am Sieberath bei Aufsiedlung östlich der Dansweiler Straße zur Verdeutlichung des Orteingangs.

Neue innerörtliche, angebaute Sammelstraße im Nord-Osten schaffen, um die Straße Im Tal und die Hohe Straße kurzfristig zu entlasten und die Verkehrsanbindung der Schule optimieren zu können.

Die Straße Im Tal muss die innerörtliche Sammelstraßenfunktion behalten, Einbahnstraßenführung ist nicht möglich. Gestaltung ist jedoch nicht mehr zeitgemäß, neue Maßnahmen mit gleicher Wirkung werden gewünscht (Kosten für Anlieger sind zu prüfen).

Für den Radverkehr freigegebenen Gehweg (Gehweg / Radfahrer frei) auf der Straße Im Tal bereits ab Am Fuchsberg beginnen (Bordsteinabsenkung).

Im Tal ist zwischen Am Frankenfeld und Hohe Straße auf der Ostseite ein Gehweg anzulegen.

In Verlängerung zum Gehwegbau auf der Straße Im Tal ist auf der Ostseite der Hohe Straße auf 300 Metern ein Gehweg anzulegen. Die Hohe Straße sollte auf diesem Abschnitt entsprechend verschmälert werden.

Aufgrund der von den Engstellen ausgehenden Gefahren in der Hohe Straße Tempo 30 fordern. Ggf. Schleuse für Lkw vorsehen, um den Gehweg verbreitern zu können.

Einengung im Bereich Haltestelle Wierichskamp zur Sicherung der Fußgängerquerungen und zur Geschwindigkeitsreduktion.

Umgestaltung der Hohe Straße in Zusammenhang mit der attraktiven Gestaltung des neuen Dorfplatzes. Neuregelung des Parkens.


2009 – März

Dem Ausschuss für Planung und Umwelt werden die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt Verkehr Bergheim-Glessen und Pulheim-Brauweiler zu den außerörtlichen Maßnahmen vorgestellt.

Folgender mit dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Pulheim abgestimmer Beschluss wird gefasst:

1. Der in den Grundzügen in der Bürgerwerkstatt konzipierte Umgehungsstraßenzug soll zeitnah in den Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen und zügig umgesetzt werden. Beide Teilabschnitte des Umgehungsstraßenzuges (Nordumgehung Bergheim- Glessen und Nordostumgehung Pulheim-Brauweiler) sollen gemeinsam projektiert und umgesetzt werden, damit sichergestellt ist, dass die positiven Wirkungen einer Umgehungsstraße für einen Ort nicht zu Nachteilen für den benachbarten Ort führt.

2. Der Rhein-Erft-Kreis wird gebeten eine vertiefende Verkehrsuntersuchung durchzuführen, mit dem Ziel der Aufnahme des Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan auf der Basis konkretisierter und abgesicherter Prognosen. Vor Antragstellung ist das Ergebnis der Prognoseberechnungen den zuständigen Gremien der Städte Bergheim und Pulheim sowie des Rhein-Erft-Kreises zur abschließenden Beschlussfassung vorzulegen.

Die außerörtlichen Maßnahmen sollen gemeinsam, d.h. im Zusammenwirken der Städte Bergheim und Pulheim sowie des Rhein-Erft-Kreises weiter verfolgt werden. Daher wurde der vorgelegte Beschlussvorschlag auch untereinander abgestimmt.

Für eine Aufnahme in den Landesstraßenbedarfsplan sind vertiefende Verkehrsuntersuchungen erforderlich, die der Rhein-Erft-Kreis nach entsprechender Beschlussfassung der Kommunen möglichst zeitnah beauftragen und finanzieren möchte.

Die Verwaltungen empfehlen, eine vertiefende Verkehrsuntersuchung in Auftrag zu geben, damit die Aufnahme des Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan auf der Basis konkretisierter und abgesicherter Prognosen mit Aussicht auf Erfolg beantragt werden kann.

Es wird vorgeschlagen, konkrete Netzfälle zu untersuchen.


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UMGEHUNGSSTRASSE

Die Stadt Bergheim setzt sich seit vielen Jahren intensiv für eine Ortsumgehung Glessens ein.

Welche Schritte von der ersten Überlegung zur Planung einer Straße bis zur Fertigstellung notwendig sind, finden Sie gut erklärt auf der Internetseite des Landesbetriebs Straßen NRW www.strassen.nrw.de

2000 - September
Die Erforderlichkeit wird auch von der Bauamtskommission Euskirchen gesehen, die in ihrer Sitzung am 18.9.2000 als zuständiges Gremium die Aufnahme in Stufe 1/Reserve des Landesstraßenbedarfsplanes empfiehlt.





2001 - Januar
Am 4.1.2001 erfolgte die offizielle Beantragung der Aufnahme in den Landesstraßenbedarfsplan durch die Stadt Bergheim.

2002 – August
Mit schriftlicher Stellungnahme führt die Stadt Bergheim auf Bitte des Rhein-Erft-Kreises und des Landesbetriebs Straßen NRW alle unverzichtbaren Landesstraßenvorhaben auf – darunter auch die L 213n – Ortsumgehung Bergheim-Glessen

2006 – Februar, 8.
Im Vorfeld der anstehenden Beratungen in der Verkehrskommission des Regionalrates und Nach bekannt werden der bevorstehenden Ausplanung der Maßnahme im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme schutzwürdiger Böden ergeht eine Stellungnahme der Stadt Bergheim an den Vorsitzenden des Regionalrats mit der Bitte um Einordnung zumindest in Stufe 2 – also Bedarf ab 2015.

2006 – Februar, 17.
Der Regionalrat teilt die Einschätzung des Landes, dass die L 213 in der untersuchten Form nicht realisierungswürdig ist. Da die Entlastung des Bergheimer Ortsteiles Glessen unbedingt erforderlich ist, fordert der Regionalrat die Landesregierung auf, alternative Netzvarianten unter Berücksichtigung der K 10n (Ostumgehung Brauweiler) gesondert zu untersuchen. Dabei soll auch untersucht werden, wie die Situation ggf. durch innerörtliche Maßnahmen (z.B. Kreisverkehr am Knoten L 91/ L 213) verbessert werden könnte.

2006 – Februar, 19.
Der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises berät das Ergebnis der Integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP) NRW, u.a. die Straßenbauvorhaben (Vergleich des VEP (Verkehrsentwicklungsplan) des Kreises mit der IGVP).

Darin wird zur L 213, Umgehung Glessen folgendes mitgeteilt: Die Maßnahme wird negativ bewertet. Diese negative Bewertung resultiert im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme schutzwürdiger Böden. Das Land schlägt vor, die Maßnahme auszuplanen. In der untersuchten Form ist die L 213n auch aus Sicht der Verwaltung/ des Gutachters problematisch. Deshalb sollte unbedingt eine Sonderuntersuchung im Zusammenhang mit der K 10n (Ostumgehung Brauweiler) durchgeführt werden.

Hier finden Sie den Textteil des Verkehrs-Entwicklungs-Planes 2007-2015
Hier finden Sie den Bildteil des Verkehrs-Entwickluns-Planes 2007-2015


2006 - September
Anne Keller und Helmut Paul setzen sich intensiv mit dem Vorhabendossier zur Integrierten Gesamtverkehrsplanung NRW Nr. 24096 – L 213 – OU Bergheim/Glessen auseinander. Ihnen fällt auf, dass im Bezugsfall des Vorhabens (Seite 3 des Dossiers) eine Ortsverbindung Glessen-Büsdorf mit einer Verkehrsbelastung von 3000 PKW aufgenommen wurde, die in Wirklichkeit nicht existiert. Diese Verbindung (Glessen – „In der Hüll“ nach Büsdorf „Windmühlenstraß2“) wurde vor ca. 10 Jahren in einen Wirtschaftsweg zurückgebaut.
Anne Keller und Helmut Paul bitten die Landtagsabgeordneten, den Regionalrat und den Verkehrsausschuss des Rhein-Erft-Kreises um Unterstützung.

Hier finden Sie das Vorhabendossier zur Integrierten Gesamtverkehrsplanung NRW Nr. 24096 – L 213 – OU Bergheim/Glessen .

Diese Tatsache wird im Ausschuss für Planung und Umwelt beraten, der beschließt,

1. dass die Stadt Bergheim keine Planungsmaßnahmen einleiten oder unterstützen soll, die eine mögliche Trasse der Ortsumgehung Glessen erschwert oder verhindert

2. der Landtag gebeten wird, eine Teilumgehung Glessens in Form der L 213n im IGVP als 1. Schritt einer Gesamtumgehung in Stufe 1 aufzunehmen

3. in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Erft-Kreis die Sonderuntersuchung für das Verkehrsgebiet Glessen-Brauweiler-Widdersdorf unverzüglich durchzuführen

2006 - Oktober
Anne Keller und Helmut Paul bitten Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers persönlich um Unterstützung, angesichts fehlerhafter Beurteilungsgrundlagen mit für eine Korrektur der Einstufung der Ortsumgehung Glessen im Rahmen der IGVP Sorge zu tragen. Diesem Wunsch wird von Seiten Minister Oliver Wittke leider nicht entsprochen.


2006 - November
Der Rhein-Erft-Kreis hat verschiedene Angebote für eine Sonder-Verkehrs-Untersuchung eingeholt, will die Aufgabenstellung mit den Städten Bergheim und Pulheim sowie dem Landesbetrieb abstimmen und die Untersuchung 2007 in Auftrag geben.

2007 – Juni
Die Ergebnisse der Verkehrs-Sonder-Untersuchung werden in den Fachausschüssen des Rhein-Erft-Kreises und der Städte Bergheim und Pulheim vorgestellt. Das Ingenieurbüro kommt zu dem Schluss, dass eine komplette Südumgehung der Ortschaften Glessen – Dansweiler – Brauweiler die Lösung sein könnte.

Hier können Sie den Bericht zur Verkehrssonderuntersuchung einsehen.

2007 – August, 9.
Anne Keller und Helmut Paul laden den AK Verkehr Rhein-Erft-Kreis nach Glessen ein, stellen die Verkehrsprobleme dar, gehen auf die Ergebnisse der Verkehrs-Sonder-Untersuchung mit seinen 4 Umgehungsvarianten ein und machen Vorschläge für eine Beschlussfassung in den Ausschüssen des Rhein-Erft-Kreises. Bei dieser Gelegenheit einigen sich die Teilnehmer darauf, eine Bürgerwerkstatt mit den betroffenen Orten anzuregen.

2007 – August, 23.
Bei der gemeinsame Sitzung des Bürgerausschuss und des Ausschuss für Planung und Umwelt zur Vorstellung der Sonderuntersuchung Glessen/Brauweiler/Dansweiler/Widdersdorf (Umgehung Glessen) beauftragen diese die Verwaltung darauf hinzuwirken, dass die Belastungszahlen der Verbindungsstraße Glessen „Im Tal“ (zwischen L 213 Hohe Straße und L 213 – Brauweilerstraße) in die Netzberechnungen der einzelnen Prognosefälle der Untersuchung eingearbeitet werden.

Außerdem wird die Verwaltung beauftragt,

• in Abstimmung mit der Stadt Pulheim, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Landesbetrieb Straßen zeitnah eine Bürgerwerkstatt mit den Orten des Sonderuntersuchungsgebietes zu initiieren und dafür notwendige anteilige Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.

Ziel dieser Bürgerwerkstatt soll auch sein, dass für die verkehrliche Entlastung sowohl der Ost-West-Achse als auch der Nord-Süd-Achse Glessens kurz-, mittel- und langfristig realisierbare Vorschläge erarbeitet, dem Ausschuss zur Beratung vorgelegt und umgesetzt werden.

• darauf hinzuwirken, dass ein Verfahren über die Ausnahmeregelung des § 5 LStrAusbauG (Ministerentscheid) für die nachträgliche Aufnahme der Ortsumgehung Glessen in den Landesstraßenbedarfsplan NWR oder aber per Regionalratsbeschluss so rechtzeitig eingeleitet wird, damit die Ortsumgehung zum nächsten Termin in Stufe 1 der IGVP aufgenommen werden kann.

• darauf hinzuwirken, dass die Umsetzung der K 10 n erst dann erfolgt, wenn gleichzeitig eine Entlastung des Durchgangsverkehrs in Glessen durch eine leistungsfähige Ortsumgehung realisiert wird.


2007 – November
Der Verkehrsausschuss des Rhein-Erft-Kreises beschließt die Initiierung eines Bürgerwerkstattverfahrens auf der Basis der Sonderuntersuchung Bergheim-Glessen/Pulheim-Brauweiler und stellt eine Kostenbeteiligung in Höhe von 10.000 € in Aussicht. Voraussetzung ist, dass der Landesbetrieb Straßen sich ebenfalls aktiv an der Bürgerwerkstatt (zumindest durch Entsendung kompetenter und entscheidungsbefugter Vertreter) beteiligt und die Bürgerwerkstatt wird von den beiden Kommunen initiert, organisiert und durchgeführt wird.

2008 – September bis November
Zwischen dem 11. September und dem 25. November 2008 wird im Rahmen eines Bürgerwerkstattverfahrens mit insgesamt 5 Veranstaltungen die Verkehrssituation in Glessen, Brauweiler und Dansweiler diskutiert und eine Vielzahl von Lösungsansätzen erarbeitet. Diese beziehen sich sowohl auf innerörtliche als auch auf außerörtliche Maßnahmen (Umgehungsstraße).

Hier finden Sie den Vortrag zur "Ausgangslage Ortsumgehungen"

In der Bürgerwerkstatt werden einige in der Sonderuntersuchung angedachten Umgehungsstraßenvarianten verworfen (insbesondere die Südumgehung), aber auch einige neue Varianten erarbeitet. Von den Bürgern der Städte Bergheim und Pulheim wird es als erforderlich angesehen einen gemeinsamen Umgehungsstraßenzug vorzusehen, der nördlich um die Stadtteile Bergheim-Glessen und Pulheim-Brauweiler verläuft. Während des Werkstatttages in Dansweiler ist das Planungsbüro, das die bisherigen Verkehrsgutachten erstellt hat, vor Ort und hat die Wirkung verschiedener Varianten in einem ersten groben Rechengang ermittelt.

Zur Abschlussveranstaltung am 25. November 2008 werden neben der Bürgerschaft auch Vertreter des Rates der Städte Bergheim und Pulheim und des Kreistages eingeladen.

Hier finden Sie die Unterlagen der Abschlusspräsentation Bürgerwerkstatt Verkehr

2009 – März
Dem Ausschuss für Planung und Umwelt werden die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt Verkehr Bergheim-Glessen und Pulheim-Brauweiler zu den außerörtlichen Maßnahmen vorgestellt.

Folgender mit dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Pulheim abgestimmer Beschluss wird gefasst:

1. Der in den Grundzügen in der Bürgerwerkstatt konzipierte Umgehungsstraßenzug soll zeitnah in den Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen und zügig umgesetzt werden. Beide Teilabschnitte des Umgehungsstraßenzuges (Nordumgehung Bergheim- Glessen und Nordostumgehung Pulheim-Brauweiler) sollen gemeinsam projektiert und umgesetzt werden, damit sichergestellt ist, dass die positiven Wirkungen einer Umgehungsstraße für einen Ort nicht zu Nachteilen für den benachbarten Ort führt.

2. Der Rhein-Erft-Kreis wird gebeten eine vertiefende Verkehrsuntersuchung durchzuführen, mit dem Ziel der Aufnahme des Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan auf der Basis konkretisierter und abgesicherter Prognosen. Vor Antragstellung ist das Ergebnis der Prognoseberechnungen den zuständigen Gremien der Städte Bergheim und Pulheim sowie des Rhein-Erft-Kreises zur abschließenden Beschlussfassung vorzulegen.

Die außerörtlichen Maßnahmen sollen gemeinsam, d.h. im Zusammenwirken der Städte Bergheim und Pulheim sowie des Rhein-Erft-Kreises weiter verfolgt werden. Daher wurde der vorgelegte Beschlussvorschlag auch untereinander abgestimmt.

Für eine Aufnahme in den Landesstraßenbedarfsplan sind vertiefende Verkehrsuntersuchungen erforderlich, die der Rhein-Erft-Kreis nach entsprechender Beschlussfassung der Kommunen möglichst zeitnah beauftragen und finanzieren möchte.

Die Verwaltungen empfehlen, eine vertiefende Verkehrsuntersuchung in Auftrag zu geben, damit die Aufnahme des Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan auf der Basis konkretisierter und abgesicherter Prognosen mit Aussicht auf Erfolg beantragt werden kann.

Es wird vorgeschlagen, konkrete Netzfälle zu untersuchen.
Im Rahmen der Haushaltsberatung im Kreistag erklären Baudezenent Kohlmann und Kämmerer Weitfeld, dass Mittel für die Planungen im Zusammenhang mit der OU Glessen und der K 10 n im Kreishaushalt zur Verfügung stehen.

2009 – August
Anne Keller und Helmut Paul laden den Arbeitskreis Verkehr des Rhein-Erft-Kreises nach Glessen ein, um die vertiefenden Verkehrsuntersuchungen für die Aufnahme eines Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan und den Umbau der Kreuzung Brauweilerstraße/Sommerhaus/Zum Gut Neuhof zu einem Kreisverkehr vor Ort zu diskutieren. Eingeladen sind ebenfalls die Anwohner der betreffenden Straßenzüge.

2010 – Februar
Die Ergebnisse der durch den Rhein-Erft-Kreis in Auftrag gegebenen vertiefenden Verkehrsuntersuchung werden dem Ausschuss für Planung und Umwelt vorgelegt. Untersucht wurden die Planfälle, die in der Bürgerwerkstatt entwickelt wurden.
Fazit: Die Verkehrsuntersuchung des Rhein-Erft-Kreises hat ergeben, dass die Variante BW 2 als Kombination einer Nordumgehung in Glessen mit der K 10n als Ortsumgehung Brauweiler die gewünschten Entlastungseffekte erzielt, ohne dass die umliegenden Orte verstärkt in Mitleidenschaft gezogen werden.





















Für Brauweiler sind die Entlastungswirkungen zudem besonders hoch, wird die Umgehungsstraße südlich von Freimersdorf an die L 183 angeschlossen. Der Rhein-Erft-Kreis empfieht daher, die Planungen gemäß Variante BW 2 weiterzuführen. Die Verwaltung stimmt –auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse – dieser Empfehlung zu.

Daher fasst der Ausschuss folgenden Beschluss:

Die Kreisstadt Bergheim fordert die Aufnahme der Umgehung Glessen/Brauweiler/Lövenich in den Landesstraßenbedarfsplan entsprechend der Variante BW 2. Der Ausschuss geht dabei davon aus, dass im Rahmen des Linienbestimmungsverfahrens mehrere Varianten geprüft werden.
Beide Straßenabschnitte sollen gleichzeitig in einem Bauabschnitt gebaut werden.

Hier können Sie das Ergebnis der vertiefenden Untersuchungen der Umgehungsstraßen-Planfälle aus der Bürgerwerkstatt Verkehr einsehen.


2010 – Juni
Bürgermeisterin Pfordt, Bürgermeister Keppeler (Stadt Pulheim) und der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Herr Stump, informieren in einem gemeinsamen Schreiben vom 30.03.2010 Minister Lutz Lienenkämper (CDU) über die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung mit der Bitte, den Umgehungsstraßenzug BW 2, welcher die größten Entlastungswirkungen erzeugt, als L 91n / L 213n (Umgehung Bergheim-Glessen / Pulheim-Brauweiler) in den Landesstraßenbedarfsplan aufzunehmen und sich persönlich für eine baldige Realisierung einzusetzen.

Der Minister antwortet, dass sich der Planfall erheblich von dem in der IGVP untersuchten Umgehungsstraßenzuges der L 213n unterscheidet und den Landesbetrieb Straßen NRW bitten will, das Vorhaben bei der Fortschreibung des Bedarfsplanes zu berücksichtigen. Gründe für einen unvorhergesehenen Verkehrsbedarf, der die Anwendung des im § 5 des Landesstraßenausbaugesetzes beschriebenen Ausnahmegenehmigung rechtfertigt, liegen allerdings nicht vor.

Die Mitteilungsvorlage mit den Schreiben finden Sie unter www.bergheim.de


2011 – März
Rita Klöpper MdL erhält die Antwort auf eine kleine Anfrage zum Vorhaben Ortsumgehung L 91/L213 vom Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr namens der Landesregierung. Hierin wird mitgeteilt, dass vor dem Hintergrund der notwendigen Mittelumschichtung in die Straßenerhaltung und der starken Auslastung des Landesstraßenbauprogramms eine Neuaufnahme zusätzlicher Maßnahmen in den Landesstraßenbedarfsplan derzeit nicht vorgesehen sei.

Die Kleine Anfrage von Rita Klöpper MdL nebst Antworten aus dem Ministerium finden Sie hier.

2013 - Februar
Welche Auswirkungen hätte der Ausbau der L 183 zwischen Aachener Straße und Brauweiler, ohne dass die Kombination der Nordumgehung Glessens mit der K 10n Aufnahme im Straßenbauprogramm des Landes findet? Diese Frage stellen Ortsbürgermeisterin Anne Keller und Stv. Bürgermeister Helmut Paul im Ausschuss für Planung und Umwelt. Denn: Der Ausschuss für Verkehr der Stadt Pulheim möchte gemeinsam mit der Stadt Frechen diese Maßnahme beantragen.

Der vierstreifige Ausbau der L 183 (Bonnstraße) sowie der Vollanschluss der Autobahnanschlussstelle Frechen-Nord befinden sich als Zubringerstrecke zur A 4 derzeit im Vorentwurfstadium des Planfeststellungsverfahrens. Ein weiterer Ausbau Richtung Brauweiler ist weder in der Verkehrs-Entwicklungs-Planung 2007 bis 2015 des Rhein-Erft-Kreises vorgesehen, noch wurde er in der Bürgerwerkstatt Verkehr Brauweiler – Dansweiler – Glessen – Widdersdorf 2008 bzw. der vertiefenden Sonderuntersuchungen 2010 für die Berechnung der Verkehrsbelastungen mit berücksichtigt.

Deshalb soll die Verwaltung der Stadt Bergheim

1. mit den zuständigen Verkehrsbehörden auf Kreis- und Landesebene klären, welche Auswirkungen die nun von den Städten Pulheim und Frechen ins Auge gefassten Verkehrsplanungen haben werden.

2. gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsbehörden auf Kreis- und Landesebene dafür Sorge tragen, dass die Nordumgehung Glessen (L 213n) unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten im Hinblick auf die K 10n (Ortsumgehung Brauweiler) im Landesstraßenbedarfsplan positioniert wird.

Den Antrag für den Ausschuss für Planung und Umwelt am 28.2.2013 können Sie hier einsehen.

Die Vorlage der Verwaltung für den Ausschuss finden Sie hier .


2013 - März/Mai
Im Zusammenhang mit dem vierspurigen Ausbau der Bonnstraße erkundigte sich Gregor Golland MdL beim NRW-Minister Michael Groschek nach dem Sachstand dieses Projektes und dessen Auswirkungen auf den Verkehr in Glessen. Gleichzeitig fragte er nach, wie es mit der Planung der Nordumgehung Glessen-Brauweiler bestellt sei.

Die Rückmeldung aus dem Ministerium lässt den Schluss zu, dass man in Düsseldorf nicht auf dem neuesten Stand sein kann. Das Ministerium bezog sich bei der Beantwortung der Kleinen Anfrage lediglich auf die 2006 ausgeplante Nord-Ost-Umgehung. Die Zusage von Minister Lutz Lienenkämper, die Variante aus der Bürgerwerkstatt 2008 bei der Fortschreibung des Landesstraßenbedarfsplans prüfen zu lassen, scheint das derzeitige Ministerium offensichtlich nicht zu kennen.

Anne Keller und Helmut Paul bitten Minister Groschek in ihrem Schreiben im Hinblick auf die zunehmende Verkehrsbelastung in Glessen um die Aufnahme der Nordumgehung Glessens in den Landesstraßenbedarfsplan und die Ausweitung der Verkehrsuntersuchungen im Zusammenhang mit dem Bau der Umgehungsstraßen L 361n, K22 und dem vierstreifigen Ausbau der L 186 auf den Bereich.

Die Kleine Anfrage von Gregor Golland MdL und die Antwort des Ministeriums können Sie hier einsehen.

Das Schreiben an Minister Michael Groschek, Miniserium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW finden Sie hier.


2013 - April, 25.
Die Bezirksregierung Köln erstellt Hochwasser-Karten. Die ermittelten Überschwemmungsgebiete für 100-jähriges Hochwasser sollen mit einer Verordnung festgesetzt werden. Ortsbürgermeisterin Anne Keller und Stv. Bürgermeister Helmut Paul meinen, dass ein Überschwemmungsgebiet das Vorhaben "Ortsumgehung" nicht beeinträchtigen dürfe. Sie trugen ihre Bedenken dazu im Ausschuss für Planung und Umwelt am 25.4.2013 vor.

Mehrheitlich beschlossen die Mitglieder folgende Stellungnahme der Kreisstadt Bergheim zur geplanten Überschwemmungsgebietsverordnung am Pulheimer Bach:

"Die Kreisstadt Bergheim erhebt keine Bedenken bezüglich der Festsetzung der Überschwemmungsgebiete am Pulheimer Bach, weist jedoch auf folgendes hin:

Die Kreisstadt Bergheim, die Stadt Pulheim sowie der Rhein-Erft-Kreis sehen zur verkehrlichen Entlastung von Wohngebieten vor, einen Umgehungsstraßenzug von Glessen in den Landesstraßenbedarfsplan aufnehmen zu lassen. Diese vorgesehene Umgehung tangiert das Überschwemmungsgebiet.

Bei der Festsetzung der Überschwemmungsgebiete ist eine mögliche Ortsumgehung des Stadtteils Glessen textlich zu berücksichtigen."


Die Sitzungsvorlage des Ausschusses für Planung und Umwelt finden Sie unter www.bergheim.de Die Stellungnahme von Ortsbürgermeisterin Anne Keller finden Sie hier.


2013, Juni
Auf Bergheimer - und Kreis-Ebene wird das Thema Ortsumgehung Glessen-Brauweiler im Juni Thema in verschiedenen Ausschüssen sein. Auf Antrag von Anne Keller und Helmut Paul im Zusammenhang mit dem vierspurigen Ausbau der L 183 (Bonnstraße) hat die Stadt Bergheim Gespräche mit dem Rhein-Erft-Kreis und dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt und um eine enge Beteiligung an den Planungen zur „Regionaltangente Rhein-Erft/Köln-West“ gebeten.
Beide Behörden sagten ihre Unterstützung zu.

Der Rhein-Erft-Kreis sowie die Stadt Köln und ihre linksrheinischen direkt angrenzenden Nachbarkommunen Pulheim, Frechen, Hürth, Brühl und Wesseling haben auf Verwaltungsebene einen Interkommunalen Arbeitskreis Verkehr (IntAK Verkehr) gegründet, um verschiedene Themenfelder im Zusammenhang mit den vielfältigen Stadt-Umland-Beziehungen in der Ballungsrandzone des Oberzentrums Köln zu erörtern.

Eine Beteiligung der Kreisstadt Bergheim ist bislang nicht erfolgt; eine Mitgliedschaft im Interkommunalen Arbeitskreis Verkehr ist als nicht direkt an Köln angrenzende Kommune bisher nicht vorgesehen. Das soll sich nun ändern.

Ein Themenfeld ist die mögliche Schaffung eines dritten leistungsfähigen Straßenringes („Regionaltangente“) zur Entspannung der Gesamtverkehrssituation im Kölner Westen. In diesem Zusammenhang fordern die beiden Städte Frechen und Pulheim mit dem Ausbau der Autobahnhalbanschlussstelle Frechen-Nord zur Vollanschlussstelle den vier-streifigen Ausbau der L 183 (Bonnstraße).

Durch diesen Netzlückenschluss könnten zwar einerseits die Verbindungsqualität und Erreich-barkeit der Stadtteile in der Ballungsrandzone erhebliche verbessert werden, gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, durch eine neue leistungsfähige Verkehrsachse auch unerwünschte Fernverkehre in den Kölner Westen und den Osten des Rhein-Erft-Kreises hinein zu ziehen.

Aufgrund dieser Komplexität der Verkehrsverflechtungen im Kölner Westen schlagen die Verwaltungen der beteiligten Gebietskörperschaften vor, ein gemeinsames Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben, das ergebnisoffen die Chancen und Risiken einer Regionaltangente aufzeigt. Zuvor soll aber die Stadt Bergheim hinzugezogen werden. Diese Idee fällt auch beim Rhein-Erft-Kreis auf fruchtbaren Boden.

Die Unterlagen zum Tagesordnungspunkt finden Sie unter www.bergheim.de


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KREISVERKEHR

2006 – Februar
Im Zusammenhang mit den Beratungen zur Verkehrs-Entwicklungs-Planung des Rhein-Erft-Kreises, auf deren Basis die Teilumgehung Glessens nicht weiter verfolgt wird, wird vorgeschlagen zu untersuchen, wie die verkehrliche Situation ggf. durch innerörtliche Maßnahmen (z.B. Kreisverkehr am Knoten L 91/ L 213) verbessert werden könnte.


2006 - Mai
Das Stadtteilforum Glessen regt ebenfalls die Einrichtung eines Kreisverkehrs an der Ampelkreuzung Brauweilerstraße/Zum Gut Neuhof/Sommerhaus an.

2008 - September
Die Forderung nach der Einrichtung eines Kreisverkehrs findet Eingang in den Maßnahmenkatalog der Bürgerwerkstatt Verkehr.

2009 – August
Anne Keller und Helmut Paul laden den Arbeitskreis Verkehr des Rhein-Erft-Kreises nach Glessen ein, um die vertiefenden Verkehrsuntersuchungen für die Aufnahme eines Umgehungsstraßenzuges in den Landesstraßenbedarfsplan und den Umbau der Kreuzung Brauweilerstraße/Sommerhaus/Zum Gut Neuhof zu einem Kreisverkehr vor Ort zu diskutieren. Eingeladen sind ebenfalls die Anwohner der betreffenden Straßenzüge.


2009 - September
Anne Keller und Helmut Paul beantragen für den Ausschuss für Planung und Umwelt, die erforderlichen Schritte zur Schaffung des Kreisverkehrs an den Straßen in der Trägerschaft des Landesbetriebs Straßen NRW einzuleiten.


Die Verwaltung teilt mit, dass in den bisher durchgeführten Abstimmungsgesprächen diese Maßnahme mit einer hohen Priorität versehen wurde. Der hierbei auch beteiligte Landesbetrieb Straßenbau NRW habe zugesagt, die Maßnahme im Priorisierungsverfahren für die Umsetzungsfestlegung im Regionalrat zu berücksichtigen. Bei entsprechender Festlegung in der Prioritätenliste des Regionalrates würden dann die nächsten Planungsschritte eingeleitet.


2010 - Februar
Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung, die erforderlichen Schritte zur Errichtung eines Kreisverkehrs an den Straßen L 91 / L 213 (Brauweiler Straße / Zum Gut Neuhof / Sommerhaus) in Bergheim-Glessen in Zusammenarbeit mit dem Kreis bzw. dem Landesbetrieb Straßen NRW einzuleiten und über den Fortgang laufend zu berichten.

Die baulichen Maßnahmen an Landstraßen werden durch den Regionalrat der Bezirksregierung Köln und auf Vorschlag der Unterkommissionen – hier Verkehrskommission und Unterkommission Euskirchen - festgelegt. Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel wird bei der Festlegung der Maßnahmen ein entsprechendes Priorisierungsverfahren erforderlich.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat die Umgestaltung des Knotens in den Katalog der Maßnahmen „Um- und Ausbau von Landesstraßen bis 3 Mio Euro Gesamtkosten (UA IIa)“ aufgenommen und vorgelegt. Der Regionalrat hat jedoch bei der Festlegung der durchzuführenden Maßnahmen für 2010 die Umgestaltung des Knotenpunktes wegen des im Gesamtvergleich zu geringen Prioritätenwertes nicht berücksichtigt. Der Landesbetrieb hat zugesagt, die Maßnahme auch weiterhin in dem Maßnahmenkatalog für 2011 unter Berücksichtigung einer Neubewertung vorzusehen.

2011 – März
Rita Klöpper MdL bittet in einer kleinen Anfrage den Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr Harry Voigtsberger (SPD) um Auskunft darüber, ob die Landesregierung die zügige Schaffung eines Kreisverkehrsplatzes an der Kreuzung Brauweilerstraße (L 213)/Zum Gut Neuhof (L 91) einplanen wird, wie es die Bürgerwerkstatt als kurzfristig umzusetzende Entlastungsmaßnahme vorgeschlagen hat?

Der Minister antwortet, dass nach Landesplanungsgesetz der zuständige Regionalrat der Bezirksregierung Köln bei Projekten dieser Art über die Dringlichkeitsreihung der Realisierung entscheidet. Der bislang nachrangige Rang 25 dieser Kreisverkehrsanlage wäre entsprechend zu verbessern.

Die Kleine Anfrage von Rita Klöpper MdL nebst Antworten aus dem Ministerium finden Sie hier.

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STRASSE "IM TAL"

Die Anwohner der Straße „Im Tal“ beklagen seit Jahren eine zunehmende Verkehrsbelastung. Ursprünglich war dies eine teilweise einseitig bebaute Ortsrandstraße aus den 1960er Jahren. Damals hatte Glessen deutlich weniger als 2000 Einwohner. Heute sind es mehr als 5400.

In den 1980er Jahren kamen immer mehr Wohngebiete dazu. Das schmale „Tal“ ist heute eine Sammelstraße und eine gern benutzte Nord-Süd-Verbindung mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen. Ortsbürgermeisterin Anne Keller hatte 2004 eine Verkehrszählung in Glessen organisiert. Damals zeigte sich bereits, dass täglich mehr als 6000 Fahrzeuge die Straße nutzen – Tendenz steigend.

Das ist eine große Belastung für alle, die in der Talstraße wohnen, durch fahren wollen oder dort parken müssen. Wohnqualität und Sicherheit für alle ist hier gefragt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Verkehrssituation in dieser Straße zentrales Thema der Glessener Zukunftskonferenzen 2003 und 2006 sowie in der Bürgerwerkstatt Verkehr 2008 war.

Verschiedene Möglichkeiten der Entlastung bzw. Verbesserung der Lage werden seit dem diskutiert bzw. verfolgt.


Gestaltung der Straße "Im Tal"

Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung "Im Tal"

Alternative Maßnahmen zur Entlastung der Straße "Im Tal"





Gestaltung der Straße „Im Tal“

In der Vergangenheit wurden im Zuge der Schulwegsicherung zur Geschwindigkeitsreduzierung mehrere Hindernisse eingebaut.

2008 – September
In der Bürgerwerkstatt Verkehr werden verschiedene Vorschläge festgehalten, wie die Verkehrssicherheit für Fußgänger in der Straße „Im Tal“ verbessert werden kann.





2010 - März
Die begrenzten Sichtverhältnisse für Autofahrer im Abschnitt zwischen Hohe Straße und Fußgängerampel wurde entschärft durch ein Absolutes Halteverbot bis zum „Rechtsknick“, die Markierung einer Nürnberger Schere und die Kennzeichnung von Parkflächen.



2011 - November
Den Anwohnern der Straße „Im Tal“ (zwischen Hohe Straße und Am Frankenfeld) werden von den Stadtwerken Bergheim und einem Ingenieurbüro auf der Basis der Bürgerwerkstatt Verkehr verschiedene Umgestaltungsvarianten des Straßenabschnitts vorgestellt. Diese beinhalten z.B. eine Neugestaltung des Einmündungsbereiches an der Hohe Straße bzw. ein Ausbau der Gehwege.

2012 - März
Bei einem Ortstermin können sich die Anwohner einen Überblick über die vorgeschlagenen Maßnahmen verschaffen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, da Anliegerbeiträge nach dem Kommunalen-Abgaben-Gesetz zu erheben sind.







Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung "Im Tal"

Durch die Talstraße rauschen täglich mehr als 6000 Fahrzeuge. Verständlich, dass der Wunsch der Glessener Bürgerinnen und Bürger in der „Werkstatt Verkehr“ 2008 nach einer deutlichen Reduzierung der innerörtlichen Verkehrsbelastung laut wurde. Die Idee, die bereits im Verkehrskonzept des Stadtteilforums zu finden ist: eine innerörtliche Entlastungsstraße als Verbindung der L 213 zwischen Gewerbegebiet und Ortsausgang Richtung Fliesteden solle den Durchgangsverkehr aufnehmen. Der Ausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Bergheim beauftragte die Verwaltung, dazu Vorschläge zu machen.

2011 - Mai
In einer Mitteilungsvorlage für den Ausschuss für Planung und Umwelt berichtet die Verwaltung über verschiedene Varianten für eine Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße "Im Tal".

Ortsbürgermeisterin Anne Keller äußerte in einer Stellungnahme ihr Unverständnis darüber , dass der Vorschlag der Verwaltung, von einer Realisierung Abstand zu nehmen, weder dem Ausschuss noch den Bürgerinnen und Bürgern zur Diskussion gestellt wird und einen Antrag auf Behandlung als ordentlichen Tagesordnungspunkt in einer der nächsten Sitzungen angekündigt.

2011 - September
Der „Neubau einer innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen“ steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planung und Umwelt. Gemeinsam mit ihrem Glessener Stadtratskollegen Helmut Paul hat Ortsbürgermeisterin Anne Keller einen Vorschlag unterbreitet, der einstimmig beschlossen wurde: Die Verwaltung wurde beauftragt, alternative Entlastungsmöglichkeiten für die Straße „Im Tal“ zu prüfen und dem Ausschuss für Planung und Umwelt vorzustellen bzw. zur Beschlussfassung vorzulegen.

Außerdem soll sie prüfen, inwieweit diese Alternativen bzw. der Bau einer innerörtlichen Entlastungsstraße förderfähig sind, welche anderen Drittmittel zur Finanzierung infrage kommen und welche Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt werden müssten.

Die untersuchten Varianten einer möglichen innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße im Tal und der evtl. alternativen Entlastungsmöglichkeiten sollen ebenfalls den Glessener Bürgerinnen und Bürgern vor- und zur Diskussion gestellt werden.

Keller und Paul halten es nämlich für angebracht, auch Alternativen für den hochinvestiven Bau einer Entlastungsstraße zu prüfen. Dies könnten z.B. verkehrslenkende Maßnahmen, Anbindung der östlichen Wohngebiete an das Gewerbegebiet oder die Realisierung des Kreisverkehrs am Knotenpunkt Brauweilerstraße (L 213)/Zum Gut Neuhof (L 91) sein. Auch eine sinnvolle, Geschwindigkeit reduzierende Umgestaltung würde den Wohnwert der Straße „Im Tal“ deutlich erhöhen.

Die Meinung der Verwaltung, dass ein Antrag auf Förderung für eine kommunale Entlastungsstraße im Stadtteil Glessen dem Aufnahmeantrag der Ortsumgehung in den Landesstraßenbedarfsplan NRW zuwiderlaufen könnte, halten sie für nicht zutreffend. Denn: Eine Umgehungsstraße soll hauptsächlich der Entlastung der West-Ost-Verbindung der Orte Glessen-Brauweiler dienen (L 91 – L 213 – K10n), während die in der Bürgerwerkstatt vorgeschlagene Sammelstraße ausschließlich für die Entlastung der Straße „Im Tal“, also der Nord-Süd-Verbindung (L 213) sorgen soll.

Hier finden Sie die Sitzungsunterlagen zum Tagesordnungspunkt "Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen - hier: Antrag der CDU-Fraktion vom 11.07.2011



Alternative Maßnahmen zur Entlastung der Straße "Im Tal"

2011 - September Der „Neubau einer innerörtlichen Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen“ stand auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planung und Umwelt. Gemeinsam mit ihrem Glessener Stadtratskollegen Helmut Paul hat Ortsbürgermeisterin Anne Keller einen Vorschlag unterbreitet, der einstimmig beschlossen wurde: Die Verwaltung wurde beauftragt, alternative Entlastungsmöglichkeiten für die Straße „Im Tal“ zu prüfen und dem Ausschuss für Planung und Umwelt vorzustellen bzw. zur Beschlussfassung vorzulegen.

Dies könnten z.B. verkehrslenkende Maßnahmen, Anbindung der östlichen Wohngebiete an das Gewerbegebiet oder die Realisierung des Kreisverkehrs am Knotenpunkt Brauweilerstraße (L 213)/Zum Gut Neuhof (L 91) sein. Auch eine sinnvolle, Geschwindigkeit reduzierende Umgestaltung würde den Wohnwert der Straße „Im Tal“ deutlich erhöhen.

Hier finden Sie die Sitzungsunterlagen zum Tagesordnungspunkt "Innerörtliche Sammelstraße zur Entlastung der Straße Im Tal in Bergheim-Glessen - hier: Antrag der CDU-Fraktion vom 11.07.2011


2012 - April
Wenn Vorschläge für verkehrslenkende Maßnahmen gemacht werden sollen, ist es notwendig zu wissen, wer die Talstraße nutzen muss und wer auch andere Strecken wählen könnte. Die Verwaltung der Kreisstadt Bergheim schlug eine Erfassung des Quell- und Zeilverkehrs vor. Das Stadtteilforum Glessen unterstützt die Aktion. Dabei wurden über 12 Stunden alle Fahrzeuge erfasst, die in die Straße "Im Tal" entweder vom Kreisverkehr oder von der Hohe Straße aus einfuhren bzw. ausfuhren.

Informationen darüber, was unter Quell- und Zielverkehr zu verstehen ist, finden Sie bei wikipedia .

2012 – November, 8.
Nach Auswertung der Daten zum Quell- und Zielverkehrserfassung und der elektronischen Verkehrserfassung der vergangenen Monate sowie der Vorstellung der Ergebnisse in einer öffentlichen Sitzung des Stadtteilforums hatten sich die Verwaltung der Kreisstadt Bergheim und Glessener Bürgerinnen und Bürger mit Vorschlägen zu verkehrslenkenden Maßnahmen zur Entlastung der Straße „Im Tal“ befasst und diese dem Ausschuss für Planung und Umwelt Ende September vorgestellt.

Die Vorlagen zum Tagesordnungspunkt finden Sie unter www.bergheim.de

Ab Donnerstag, 8. November 2012, sperrte die Stadtverwaltung Bergheim die Straße probeweise zwischen den Straßen "Am Mühlenteich" und "Am Frankenfeld" mit mobilen Elementen.

Die Verwaltung hatte sich dazu entschieden, in einem Versuch über drei Monate die Auswirkungen für das gesamte Glessener Straßengeflecht zu erproben. Der Radverkehr war von der Sperrung nicht betroffen.

Eine Sperrung im Rahmen einer Kanalbaumaßnahme über eine Vielzahl von Tagen war im im Februar 2012 ohne Komplikationen verlaufen.

Mit dieser Probemaßnahme einher ging eine erneute elektronische Verkehrserfassung auf der Hohe Straße und den beiden Ästen der Brauweilerstraße. Gleichzeitig beteiligtenen sich etliche Glessener an regelmäßigen Verkehrsbeobachtungen neuralgischer Punkte.

25 Bürgerinnen und Bürger hatten sich in einer Arbeitsgruppe zusammen gefunden und unter der Moderation des Stadtteilforums Kriterien erarbeitet, wie die Auswirkungen der Sperrung zu bewerten sind.

In den verkehrsstärksten Zeiten vor- und nachmittags wurde das Augenmerk auf die Sicherheit z.B. für Fußgänger und Radfahrer oder bei evtl. Rettungseinsätzen sowie auf Verkehrsaufkommen, Verkehrsfluss, Leistungsfähigkeit der Ampelanlage, Begegnungsverkehr und Parkplatzregelung oder die Verteilung des Verkehrs auf andere 30er-Zonen gelegt. Erste Ergebnisse aus diesen Beobachtungen wollte die Arbeitsgruppe des Stadtteilforums Ende November auswerten.

Spätestens Mitte Januar 2013 sollte dann mit einem Fragebogen die Meinung und Erfahrung der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der Sperrung, vor allem der Anwohner der betroffenen Straßenabschnitte, eingeholt werden.

Nach Auswertung der Erfahrungsberichte sollte die Stadt Bergheim (Verwaltung und Politik) entscheiden, welche Konsequenzen sich aus der probeweisen Sperrung ergeben, d.h. ob eine Sperrung auf Dauer möglich und sinnvoll ist oder ob andere verkehrslenkende Maßnahmen zu bevorzugen sind.

Eines aber stand von vorn herein fest: die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, der Anwohner, der Schulkinder und der Verkehrsteilnehmer muss oberste Priorität besitzen. Falls sich gravierende unvorhersehbare Probleme während der Probezeit ergeben sollten, musste über eine vorzeitige Beendigung des Versuchs kurzfristig zu entscheiden sein.


2012 – November, 26.
Ortsbürgermeisterin Anne Keller stand nicht nur als Beobachterin an den neuralgischen Punkten zur Hauptverkehrszeit zur Verfügung, sondern hat sich an fast allen Tagen seit Beginn der Sperrung und zu unterschiedlichen Tageszeiten ein Bild von der Situation gemacht und sich mit Passanten, Geschäftsleuten und Autofahrern unterhalten. Begleitet wurde sie dabei an zwei Terminen von Bürgermeisterin Maria Pfordt und dem Leiter der Feuerwache Bergheim, Ralf Conen.

Nachfolgende Beobachtungen, die sie an die Verantwortlichen der Stadt weiterleitete, haben sie zu dem Antrag bewogen, das Thema auf die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am 13.12.2012 setzen zu lassen und eine vorzeitige Beendigung der Probephase vorzuschlagen:

Gefährdung von Fußgängern und kreuzenden Fahrzeugen an der Ampelkreuzung Brauweilerstraße/Sommerhaus/Zum Gut Neuhof Hier kam es vor allem im Berufsverkehr zu einem Rückstau. Aus Sorge, die Kreuzung in der Grünphase nicht vollständig passieren zu können, wurden zahlreiche Autofahrer zu Rot-Verstößen verleitet.

Gefährdung von Fußgängern auf der Hohe Straße und Am Mühlenteich Bedingt durch die geringe Breite der beiden Straßen wird bei Begegnungsverkehr auf die Bürgersteige ausgewichen. Oftmals haben Fahrzeuge überhaupt keine andere Chance, aneinander vorbei zu kommen. Hinzu kommt, dass auf großen Abschnitten beider Straßen die Bürgersteige so schmal sind, dass Fußgänger auch durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verängstigt und gefährdet sind.

Einsatz von Feuerwehr und Notarzt In der Rushhour war der Verkehrsfluss auf der Hohe Straße besonders in der Zeit, in der Schulbusse die Haltestellen anfahren, stark, zäh bis stockend. Wegen der geringen Breite der Hohe Straße konnten Autofahrer nicht in der Lage sein, im Notfall einen Rettungsweg frei zu machen. Zu befürchten war, dass Einsätze von Feuerwehr und Notarzt in den Norden von Glessen bzw. in Richtung Fliesteden nicht in der möglichen Eintreffzeit abgewickelt werden konnten.

Diese Schilderung traf ebenfalls für die sehr schmale Straße „Am Mühlenteich“ zu, die nicht nur durch Autofahrer, die den Hinweis auf die Sperrung übersehen hatten, sondern auch durch solche, die eine Fahrt über die Hohe Straße meiden wollten, stark frequentiert war.

Trotz der umfangreichen Informationen verfuhr sich ein Rettungswagen im gesperrten Straßenabschnitt. Für die Feuerwehr ergaben sich ebenfalls Beeinträchtigungen durch großen Verkehr und Staubildung.

Dem Wunsch nach Überprüfung der Sperrung war Bürgermeisterin Maria Pfordt bereits am 26.11.2012 nachgekommen - um jeglichen Risiken durch die starke Verkehrsbelastung zu begegnen, wurde die Sperrung aufgehoben. Die erste Auswertung der elektronischen Erfassung der Verkehrsströme hatte ergeben, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge auf der Brauweilerstraße zwischen Ampelkreuzung und Hohe Straße mehr als verdoppelt und in der Hohe Straße fast verdreifacht hat.

Die Bürgermeisterin sagte gleichzeitig zu, dass der Arbeitskreis, der den Untersuchungsbericht zu alternativen Entlastungsmaßnahmen verfasst hat, prüfen soll, ob andere Varianten zur Lösung der Verkehrsprobleme sinnvoll sein können.


2012 – Dezember, 13.
Aufgrund der Zusicherung, im Rahmen des Geschäfts der laufenden Verwaltung mögliche Einbahnstraßenregelungen und ggfs. weitere Varianten zu prüfen und zu bewerten und die Ergebnisse der Bürgerschaft vorzustellen, bestand nach Aufhebung der Sperrung der Straße „Im Tal“ kein weiterer Beratungsbedarf im Ausschuss für Planung und Umwelt, so dass der Tagesordnungspunkt abgesetzt werden konnte.


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LÄRMARKTIONSPLANUNG

2012 - Dezember
Die Stadt Bergheim befasst sich mit der 2. Stufe der Lärmaktionsplanung, in der klassifizierte Straßen mit über 8.200 Fahrzeugen pro Tag berücksichtigt werden. Nach der Bundesverkehrszählung 2005 und auf der Basis der städtischen Verkehrserfassungen liegt die Glessener Ortsdurchfahrt über diesen Werten. Die nun veröffentlichte Umgebungslärm-Kartierung verzeichnet aber nur die L 213 ab Kreisverkehr in Richtung Brauweiler. Ortsbürgermeisterin Anne Keller und Stv. Bürgermeister Helmut Paul beantragten, die Ortsdurchfahrt Glessen in die Lärmaktionsplanung der Kreisstadt Bergheim mit aufzunehmen. Dies wurde ihnen im Ausschuss für Planung und Umwelt nun zugesagt.

Die hohe Verkehrsbelastung und der marode Zustand der Landesstraße im Bereich "Zum Gut Neuhof", "Heidenpfuhl" und "Brauweilerstraße" führen zweifellos zu einer Belastung durch Umgebungslärm, vor dem es die Anwohner zu schützen gilt.

Seit 2010 wird die Lärmaktionsplanung auf der Basis der EG-Umgebungslärmrichtlinie im Ausschuss für Planung und Umwelt behandelt. Nachdem die Veröffentlichung der Karten durch das LANUV nun erfolgt ist, steigt die Kreisstadt Bergheim in die eigentliche Lärmaktionsplanung ein.

Die Öffentlichkeit soll die Möglichkeit erhalten, an der Ausarbeitung der Lärmaktionspläne mitzuwirken und Stellungnahmen abzugeben. Im Januar 2013 werden die Unterlagen auf der Homepage der Stadt Bergheim eingestellt. Im Frühjahr erfolgt die Offenlage.

Anschließend soll der abschließende Lärmaktionsplan den zuständigen Gremien zur Beratung vorgelegt werden, bevor er fristgerecht bis spätestens 18.7.2013 dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW übergeben wird.

2013 - Januar
Da die Kreisstadt Bergheim die Öffentlichkeit bereits möglichst frühzeitig in die Bewertung der Lärmsituation einbinden möchte, sind alle Bergheimer Bürger, Gruppen und Verbände in einer ersten Phase dazu aufgefordert, in der Zeit vom 13.02.2013 bis einschließlich 06.03.2013 Einsicht in die vom Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlichten Lärmkarten zu nehmen, Vorschläge für die Reduzierung der Verkehrslärmbelastung im Sinne der Umgebungslärmrichtlinie zu unterbreiten oder ruhige Gebiete zu benennen. Diese Anregungen werden in einen von der Verwaltung erarbeiteten Lärmaktionsplanentwurf einfließen, welcher dann im Rahmen einer zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt wird.

Die Lärmkarten können entweder während der Dienstzeiten in der Stadtverwaltung Bergheim, Bethlehemer Straße 9-11, 50126 Bergheim, Raum 1.96, oder auf der Homepage der Kreisstadt Bergheim eingesehen werden (s.u.). Unter diesem Link können Ihre Anregungen auch online vorgebracht werden.

Mehr Informationen finden Sie unter www.umgebungslaerm.nrw.de sowie auf der Homepage der Kreisstadt Bergheim: Informationen zur Lärmaktionsplanung und Vorlage der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am 13.12.2012.

Hier finden Sie die Stellungnahme von Ortsbürgermeisterin Anne Keller.


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